Blumen – Gedichte – Maerchen

Smile

Kindheit – Hoffmann von Fallersleben

Nächst dem früh erwachten Verlangen, das Glück seiner
eigenen Kindheit in Lieder zu erneuern, hat ein edles Wort
Herders in den Blättern »Von deutscher Art und Kunst «
(1773) den gefeierten Dichter Hoffmann von Fallersleben zu
seinen Kinderliedern angeregt. Es heißt dort S. 66 : »Mein
Gott ! wie trocken und dürre stellen sich doch manche Leute die
menschliche Seele, die Seele eines Kindes vor ! Und was für
ein großes, treffliches Ideal wäre mir dieselben, wenn ich mich
je an Lieder dieser Art versuchte ! Eine ganze jugendliche,
kindliche Seele zu füllen, Gesänge in sie zu legen, die, meistens
die Einzigen, lebenslang in ihnen bleiben, und den Ton der-
selben anstimmen, und ihnen ewige Stimme zu Thaten und
Ruhe, zu Tugenden und zum Troste sein soll, wie Kriegs-,
Helden- und Väterlieder in der Seele der alten wilden Völker
– welch ein Zweck ! welch ein Wort ! Und wie viel wahrhafte
Bestrebungen zu solchem Werke haben wir denn ? Reim-
gebetlein und Lehrverse genug ! «
Dieses hohe und schöne Ziel ist dem innigen und reinen
Gemüthe des Sängers erreichbar geworden. Indem er für
uns das Paradies der Kindheit eröffnet, singt er zum Geleite :
Kindheit – Hoffmann von Fallersleben

23. Juni 2019 - Posted by | — A. H. Hoffmann von Fallersleben, — — Einleitung-Kinderlieder 1877, Dichter | ,

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